Bayerns Gesundheitsministerin macht auf Beratungsangebot des Freistaats aufmerksam
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat die Kommunen dazu aufgerufen, Hitzeschutzmaßnahmen mit Blick auf den Sommer noch weiter auszubauen. Gerlach betonte am Pfingstsonntag: „Wir unterstützen die Kommunen dabei, den Hitzeschutz je nach den individuellen Gegebenheiten vor Ort weiter zu optimieren. Dafür bietet der Freistaat Beratungsgespräche an, in denen auch Maßnahmen für einen maßgeschneiderten Hitzeaktionsplan besprochen werden. Seit Herbst 2024 haben bereits über 60 Kommunen dieses Angebot angenommen – das ist erfreulich! Ich ermutige alle Städte, Gemeinden und Landkreise, diese Expertise noch stärker zu nutzen und Beratungen für lokale Hitzeschutzmaßnahmen in Anspruch zu nehmen.“
Die Beratungen werden vom Bayerischen Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel angeboten, das vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) betrieben wird. Termine können auf der Website des LGL vereinbart werden.
Gerlach erklärte: „Einer Umfrage zufolge hatten im Sommer 2025 bereits zahlreiche bayerische Kommunen Hitzeschutzmaßnahmen ergriffen. Zu den häufigsten Maßnahmen zählten Begrünungen von Flächen, der Erhalt von Freiflächen für Frischluftschneisen sowie neu aufgestellte Trinkwasserspender. Zudem haben knapp 50 Prozent der Teilnehmenden angegeben, hier zukünftig noch aktiver werden zu wollen. Ich hoffe, dass sich der positive Trend fortsetzt.“
Die Ministerin fügte hinzu: „2024 war nach Angaben des EU-Erdbeobachtungsdienstes Copernicus das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, 2025 das drittwärmste Jahr. Aufgrund des Klimawandels kommt es immer häufiger zu Hitzewellen. Diese können vor allem für ältere Menschen gefährlich sein, aber auch für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sowie für Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere. Wir setzen beim Ausbau der Anpassungsmaßnahmen ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen und deren Unterstützung bei der Ausarbeitung von individuellen Hitzeaktionsplänen und lokalen Maßnahmen. Denn die Akteure vor Ort haben die notwendige Expertise, um an die jeweilige Region angepasste Hitzeprävention zu betreiben.“
Gerlach ergänzte: „Speziell für Familien mit Kindern können Städte und Gemeinden auch spezifische Klima-Rallyes vom LGL erstellen lassen. Diese vermitteln spielerisch Wissen zum Umgang mit den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels.“
Weitere Informationen für Kommunen zur Erstellung einer Klima-Rallye sind auf der Webseite des Bayerischen Kompetenzzentrums für Gesundheitsschutz im Klimawandel einsehbar. Zudem stehen dort weitere Informationsmaterialien zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels und zu möglichen Klimaanpassungsmaßnahmen zur Verfügung.
Für Bayerische Kommunen werden zudem Daten zu klimatischen Veränderungen über das Bayerische Klimainformationssystem des Bayerischen Landesamts für Umwelt online bereitgestellt. Daneben können interessierte Personen das Informationspaket „Hitzeanpassung kompakt“ mit wichtigen Informationen für verschiedene Zielgruppen über den Bestellshop der Bayerischen Staatsregierung kostenfrei anfordern.
Die Ministerin warb auch für das Projekt KAMEL – kurz für „Klimaanpassungsmaßnahmen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und heilpädagogischen Tagesstätten“. Gerlach erläuterte: „Das Projekt ist im Januar 2024 angelaufen und wird Ende Juli 2026 abgeschlossen. Im Rahmen des Projekts wurde unter anderem eine kostenlose Online-Schulung für pädagogische Fachkräfte konzipiert. Teilnehmende erfahren darin, welche Gefahren von Hitze und UV-Strahlung ausgehen und welche Anpassungsmaßnahmen in den Einrichtungen umgesetzt werden können.“
Informationen zur Schulung sind auf der Website des LGL verfügbar. Ergänzend kann über den Link ein Workbook mit praktischen Aufgaben sowie eine Handlungshilfe mit konkreten Empfehlungen zur Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen heruntergeladen werden.
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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention